Centaurea Tagana.
By John Henry Clarke — Der Neue Clarke – Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker
N. O. Compositæ. Tinktur der Wurzel.
Klinisches
Schnupfen / Diarrhö / Augen, Entzündung der / Fieber / Heimweh / Influenza / Wechselfieber / Sehen, Verschwinden des
Charakteristika
Die Centaureen sind mit den Disteln verwandt. Dr. Chagon, Duc de Sorentino, experimentierte mit der Wurzel von Cent. t. Die Stauungssymptome sind sehr ausgeprägt: „Das Blut drängt bei jeder Bewegung schmerzhaft an.“ Ein aufgewecktes Dienstmädchen, das sie einnahm, schien mehrere Tage lang wie betäubt. „Die frühesten Symptome traten eine Viertelstunde nach Einnahme der Arznei auf, nämlich diejenigen der Arme, zusammen mit dumpfen Schmerzen im Unterbauch, Frösteln und allgemeiner Hitze, besonders an der Stirn, die mit Schweiß bedeckt war. Darauf folgte ein betäubender Schmerz in den Schläfen, den Stirnhöckern, den Orbitalbögen und den Augen. Danach kamen die folgenden Symptome: Trübsehen; Appetit wechselnd mit Übelkeit; Zunahme des Speichels und Erbrechen; Laufen der Nase; Tränenfluss; Aufstoßen; rasches Absinken der Kräfte; allgemeine Unruhe; Verwirrung des Geistes; Müdigkeit; matte, eingesunkene Augen, krampfartiges Schwitzen; Juckreiz und Stechen in der Haut; Schläfrigkeit und Durst. Ein Reaktionszustand brachte nach vier oder sechs Stunden etwas Ruhe. Am nächsten Tag, am Vormittag oder gegen Abend, erschienen die obigen Symptome wieder, aber mit geringerer Heftigkeit, und einige von ihnen nahmen eine periodische Form an. Dann folgten Schnupfen, Kolik, Diarrhö, Fieber verschiedener Typen, Schmerzen in den Armen, trockener Husten usw. Die Wirkung endete mit Symptomen von Katarrh, Angina und Fieber am Vormittag, sowie mit Verwirrung und Schmerz in der Stirn“ (Allen). Das Obige gibt eine allgemeine Vorstellung von der Wirkung dieses Mittels. Die Symptome sind < nachts; morgens beim Erwachen; durch Bewegung; während und nach dem Wasserlassen. > Durch Essen.
Beziehungen
Vergleiche: Bell., Cedron, Card. b., Card. m.
1. Gemüt
Heimweh. Leichtes, freundliches Gemüt, wechselnd mit gegenteiliger Stimmung. Heiterkeit. Zerstreut. Idiotie. Verwirrung des Geistes. Mehrere Tage lang wie betäubt.
2. Kopf
Betäubende Verwirrung gegen die Stirn hin. Betäubender Schmerz in den Schläfen, den Stirnhöckern, den Orbitalbögen und den Augen. Unruhe im Gehirn. Tiefsitzender, ausgedehnter Schmerz in der Stirn. Schmerz im und unter dem Hinterhaupt. Schmerz in der Stirn, dem Schweiß vorausging; < durch Gehen.
3. Augen
Umherschweifender Blick. Augen eingesunken und matt. Schmerz im l. Auge; Brennen oberhalb der Augenbrauen; in den Augenlidern; in der Sklera. Augenlider schwer. Beißen, Juckreiz, Entzündung. Tränenfluss. Das Sehen verschwindet für einen Augenblick vollständig.
4. Ohren
Juckreiz und Kribbeln in den Ohren. Stechen hinter den Ohren.
5. Nase
Niesen und Schnupfen; fast vollständiger Verlust des Geruchssinns.
6. Gesicht
Das Gesicht sieht erdfahl aus; mit einem stupiden Ausdruck.
8. Mund
Roter Streifen entlang der Mitte der Zunge. Weißer Streifen an der l. Seite der Zunge. Trockener Mund, durch Trinken nicht gelindert. Mund morgens bitter. Geschmack beeinträchtigt. Anhaltender Speichelfluss. Zunahme des Speichels wechselnd mit trockenem Mund.
9. Hals
Uvula und Mandeln entzündet. Wundschmerz, der das Schlucken verhindert.
11. Magen
Appetit wechselnd mit Übelkeit. Durst: durch Trinken nicht gestillt; mit trockenem Hals; vor und während des Fiebers. Schwieriges Aufstoßen, das in der Brust steckenbleibt, mit Brennen. Übelkeit. mit kaltem Schweiß. Erbrechen. Stechen und Brennen im Epigastrium.
12. Bauch
Schmerz im r. Hypochondrium. Kneifen nachts mit anhaltendem Abgang von Blähungen. Kolik. Dumpfes Brennen im Unterbauch.
13. Stuhl
Diarrhö beim Erwachen am Morgen. Gelbliche Diarrhö nachts. Reichliche Stühle.
14. Harnorgane
Schmerz in der Harnblase, < durch Bewegung. Beim Wasserlassen: Schmerz in der Harnblase; Schweregefühl in der Harnblase. Ardor urinæ. Brennen in der Harnröhre nach dem Wasserlassen. Harn: zunächst spärlich, danach reichlich; setzt ein flockiges schleimiges Sediment ab.
15. Männliche Sexualorgane
Feste nächtliche Erektionen. Verlangen ohne Erektion.
16. Weibliche Sexualorgane
Trockenheit der Vagina. Juckreiz und Hitze in den großen und kleinen Schamlippen. Weißlicher Fluor.
17. Atmungsorgane
Kitzeln im Kehlkopf; im Hals, Husten verursachend. Husten: beim Erwachen am Morgen; trocken, abends oder nachts.
18. Brust
Schmerz im r. Schlüsselbein.
19. Herz
Stechender Schmerz wie von einem Dorn im Herzen. Empfindung einer Erweiterung des Herzens, mit Angst. Puls langsamer. Pulsation in einigen Arterien stärker als in anderen.
20. Rücken
Brennender Schmerz im l. Schulterblatt.
22. Obere Extremitäten
Neigung, die Arme auszustrecken. Arme so schwach, dass er sie kaum heben kann. Im Bett wird der Arm, auf dem man gelegen hat, taub. Streckmuskeln scheinen zu kurz. Schmerz durch die ganzen Arme. Anschwellen der Venen der Hände. Daumen kann nicht zur Faust eingeschlagen werden.
23. Untere Extremitäten
Verlangen, die Beine auszustrecken. Paralytische Schwäche der Beine, Gehen schwierig. Schmerz in Hüften und Oberschenkeln beim Gehen.
24. Allgemeines
Bleibt einen Augenblick wie vom Donner gerührt stehen; taumelt wie betrunken. Prostration, rasches Absinken der Kräfte. Allgemeine Unruhe.
25. Haut
Miliaria. Plötzliche Ausschläge an den Lenden. Heftiger Juckreiz und Stechen überall: Nase; Unterbauch; Handrücken, hauptsächlich Finger; Lenden und Oberschenkel; den Schlaf verhindernd.
26. Schlaf
Schläfrig bei Nacht und Tag; kann die Augen nicht offen halten. Wollüstige Träume.
27. Fieber
Allgemeine oder partielle Kälte. Frösteln und allgemeine Hitze, bes. an der Stirn. Wärme mit sexueller Erregung. Hitze: innerlich; mit oder ohne nachfolgenden Schweiß; mit Schmerz und Füllegefühl in der Stirn. Schweiß: reichlich; kalt; kalt an der Stirn; nachts.