ARGENTUM NITRICUM.
By Timothy F. Allen — Enzyklopädie der reinen Materia Medica
Silbernitrat, Ag.NO3.
Bereitung, Lösung der Kristalle in destilliertem Wasser, für die niedrigeren Verdünnungen.
Quellen.
1 , Hahnemann, R. A. M. L., 4, 340; 2 , „J.“, 22 Jahre alter Mann, Œst. Zeitschrift, 2, 1; 3 , „H.“, Mann, 23 Jahre alt, ebenda; 4 , „M.“, Mann, 36 Jahre alt, ebenda; 5 , „P.“, Frau, 30 Jahre alt, ebenda; 6 , „N.“, Mädchen, 18 Jahre alt, ebenda; 7 , „E.“, Mann, 20 Jahre alt, ebenda; 8 , „K. M.“, Knabe, 7 Jahre alt, ebenda; 9 , Graves, ebenda (zitiert nach Hygea, 9, 135); 10 , Th. Hall, ebenda (Med. and Phys. Journ., 1800), einer Frau gegen Konvulsionen gegeben; 11 , Moll, ebenda (Handbuch d. Pharmak.); 12 , Stuppe, ebenda (Inaug. Dissert.); 13 , Oesterlen, ebenda (Handbuch d. Heilmittellehre); 14 , (Bull. de Thérap.), ebenda; 15 , (Gazette d. Santé), ebenda; 16 , Étienne St. Marie, ebenda; 17 , (Med. Chir. Zeit.), ebenda; 18 , Moodie, ebenda (Med. and Phys. Journ.), allgemeine Mitteilung; 19 , Gesnerius (De Secretis remed.), ebenda; 20 , Westphal, ebenda (Miscell. Nat. Curios.); 21 , Blancard, ebenda (Die neue Scheidek.); 22 , Boyle, ebenda; 23 , Nasse, ebenda; 24 , Boerhaave, ebenda; 25 , Hildegardis, ebenda; 26 , Kinglake, ebenda (Lond. Med. and Phys. Journ.), einem Mann gegen Epilepsie gegeben; 27 , Schneider, ebenda (Hufelands, J.); 28 , Balardini, ebenda; 29 , Hoffmann, ebenda; 30 , Barn, ebenda; 31 , Michaelis, ebenda; 32 , Ebers, ebenda; 33 , Cappe, ebenda; 34 , Burdach, ebenda; 35 , Richter, ebenda; 36 , Wedemeyer, ebenda; 37 , Badley, ebenda; 38 , De Lens, ebenda; 39 , Fodéré, ebenda; 40 , Currie, ebenda; 41 , Tanchon, ebenda; 42 , Glauber, ebenda; 43 , Venat, ebenda; 44 , Gutceit, ebenda; 45 , Brown (Lond. Med. Gaz., 1834), ebenda; 46 , Hudson, ebenda; 47 , Smith (Lond. Med. Gaz., 1837), ebenda; 48 , Meyer, ebenda; 49 , Roget, ebenda; 50 , Kopp, ebenda; 51 , Frank, ebenda; 52 , Hering, Hom. v. Jahrschrift, 10, 343; [Eine Berichtigung, keine Arzneimittelprüfung. - Hering.]
53 , Lembke, N. Z. f. H. K., 11, 130 (20 Tropfen einer Lösung von 1 Gran auf 1 Unze Wasser); 54 , J. O. Muller, Z. f. Hom. Aezte. Œst., 1, 45 (10 Tropfen 6. Verd.); 55 , Krahmer (Monographie), Besprechung in A. H. Z., 29, 62, nahm kleine Dosen und einmal 1/4 Gran; 56 , Schachert, Dissertation d. Arg. nit. (Besprechung, A. H. Z., 29, 74), nahm 1/8 Gran; 57 , Gaz. Med., 1832 (Rust's Mag., 40, und A. H. Z., 5, 133); 58 , Gamberini, Med. Neuigkeiten (A. H. Z., Mon. Bl., 3, 29); 59 , Poumarede, Journ. d. Chim. Méd., 1839; 60 , Barbier, Trait. d. Mat. Méd.; 61 , Lombard, Gaz. Méd. d. Paris, 1832; 62 , Köchlin, Wirkung. d. Metall.; 63 , Debeney, Recueil d. Mem. d. Méd., 1843, Injektion von 12 Gran in eine gesunde Harnröhre; 64 , Dawosky, Journ. d. Méd., etc., 1856; 65 , Balardini, Omodei Annali d. Med., 1826; 66 , Scattergood, Brit. Med. J., 1871, tödliche Vergiftung eines Knaben. [Anmerkungen: „J.“ nahm an drei Abenden etwas von der 1. Dezimalverreibung in etwas Wasser; „K.“ nahm dasselbe in fünf Dosen; „P.“ nahm dasselbe; „M.“ nahm dasselbe, danach abends 10 Tropfen der 2. Verreibung in drei Dosen; „K. M.“ nahm die 2. Verreibung zweimal; „M.“ nahm später die 6. Verd.; „N.“ nahm die 30. Verd.; „M.“ nahm außerdem die 30., zwei Dosen, längere Prüfung; „E.“ nahm die 30. Verd., zwei Dosen; „P.“ nahm die 30. Verd.]
GEMÜT
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Blödsinniger Eindruck; er sieht die Leute mit törichtem Gesichtsausdruck an, selbst während er mit ihnen über einen ernsten Gegenstand spricht; er benimmt sich schüchtern und albern und spricht auf kindische Weise. Beim Niederlegen, um den Kopf zu erleichtern, schweben Visionen und verzerrte Gesichter vor seiner Einbildung, obwohl die Augen geschlossen sind, selbst bei Tageslicht (30. Potenz, zweiter Tag), 7.
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Apathie, mit großer Schwäche und zitternder Kraftlosigkeit (1. Potenz), 2.
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Hypochondrische und düstere Stimmung; ziehender Schmerz in der Stirn; gelblicher Teint; süßlich-bitterer Geschmack im Mund; trockene, klebrige Lippen; Mattigkeit und fieberhaftes Gefühl; Schwäche und Müdigkeit der unteren Extremitäten (am Vormittag, um 11 Uhr, eine Stunde lang), (30. Potenz, dritter Tag), 4.
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Hypochondrische Schweigsamkeit, begleitet von Benommenheit des Kopfes und Pochen den ganzen Tag über (30. Potenz), 4.
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Angst, die ihn rasch umhergehen lässt, 1.
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Er fühlt sich körperlich und geistig sehr angegriffen; er unternimmt nichts, aus Furcht, es könnte ihm nicht gelingen (6. Potenz), 4.*
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Gereizte und ängstliche Stimmung, morgens nach dem Aufstehen, begleitet von großer Nervosität, Schwächegefühl und Zittrigkeit (6. Potenz), 4.
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Wechsel von klarem Bewusstsein, Leichtigkeit der Sinne und Gleichgültigkeit (6. Potenz), 4.
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Stumpfheit der Sinne, Gedankenleere, Unfähigkeit zu denken; er vermag für seine Gedanken keine passenden Worte zu finden; daher stockt seine Sprache (2. Potenz, zweiter Tag), 4. [10.]
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Schwierigkeit, die Sinne zu sammeln; es fiel ihm äußerst schwer, einen Gedanken zu fassen, mit Hitze und Fülle im Kopf (2. Potenz, dritter Tag), 4.
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Er fühlt sich stumpf, als wolle er nichts tun, 52.
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Benommenes Gefühl im Kopf beim Schreiben (30. Potenz, erster Tag), .
KOPF
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Verwirrung des Kopfes (2. Potenz, erster Tag), 4.
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Den ganzen Tag fühlt sich der Kopf verwirrt an, besonders Hinterhaupt, linke Scheitelgegend und Stirn (2. Potenz, zweiter Tag), 4. [20.]
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Beim Erwachen am Morgen aus traumreichem Schlaf schmerzt der Kopf und fühlt sich verwirrt an (2. Potenz, erster Tag), 4.
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Der Kopf fühlt sich verwirrt an, begleitet von Sausen in den Ohren und Schwerhörigkeit (30. Potenz, sechster Tag), 6.
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Verwirrung des Kopfes mit Gefühl von Dummheit am Abend; morgens beim Erwachen verwandelt sie sich in Fülle in der Stirn, mit Stechen und Bohren an derselben Stelle, zunehmend nach dem Aufstehen (1. Potenz, fünfter Tag), 4.
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Dumpfer und verwirrter Zustand des Kopfes, mit Pochen im ganzen Körper und hypochondrischer Schweigsamkeit, nach dem Mittagessen (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Der Kopf fühlt sich nach Kaffeegenuss verwirrt an.
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Schwindel, 60.
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Schwindel am Morgen (30. Potenz, vierter Tag), 7.
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Schwindel mit Kopfschmerz, 9.
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Am Morgen wurde sie von Schwindel befallen, als drehte sie sich im Kreis, so dass sie sich niederkauern musste, damit sie nicht falle; begleitet von Kopfschmerz (30. Potenz, zweiter Tag), 6.*
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Schwindel, mehr vor den Augen (1. Potenz, erster Tag), 4. [30.]
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Schwindel mit vollständiger, jedoch vorübergehender Blindheit, 10.
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Schwindel und Summen in den Ohren sowie allgemeine Schwäche der Glieder und Zittern, 11.*
ARGENTUM NITRICUM. AUGEN
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Hohläugigkeit (30. Potenz, fünfter Tag), 4. [120.]
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Verklebtes, entzündetes Aussehen der Augen (2. Potenz, dritter Tag), 4.
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Wildes Rollen der Augen, bei erweiterten, lichtstarren Pupillen, 14.
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Nach heftigem Juckreiz am Abend vorher Trockenheit und Verklebung der Augen, umschriebene Kongestion, Büschel roter Gefäße hier und da, Ekchymosen in die Conjunctiva bulbi, 54.
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Augenentzündung, in kühler Luft und im Freien nachlassend, im warmen Zimmer unerträglich, [°].*
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Augenentzündung mit heftigen Schmerzen, 15.*
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Brennen und Trockenheit der Augen, früh morgens beim Erwachen; er hatte große Mühe, sie zu öffnen (2. Potenz), 4.
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Dumpf schmerzender Schmerz tief im Auge, früh am Morgen (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Druck in den Augen, als seien sie zu voll; Hitze und Schmerz im Augapfel bei Bewegung oder Berührung; Schleimflocken, die das Sehen behindern und ihn nötigen, die Augen abzuwischen, tagsüber; eine scharlachrote Röte, die morgens im inneren Winkel des rechten Auges erschienen war, breitete sich am Abend beträchtlich aus, erschien stark gesteigert und reichte bis zur Cornea; die Conjunctiva bulbi und palpebrarum sah entzündet und infiltriert aus; das Auge war von stechend-juckendem Schmerz befallen, als sei ein Sandkorn hineingeraten; graue Flecken und schlangenförmige Körper bewegten sich vor dem Sehen; er sah wie durch Nebel; selbst das Kerzenlicht, das nicht weiß getönt war, war von Nebel umhüllt; die Öffnung zwischen den Lidrändern wurde enger, und er musste häufig blinzeln (mit allgemeiner Schwäche und erhöhter Hauttemperatur, 2. Potenz), 4.
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Schwere über den Augen, die sich nur schwer öffnen; verstärkt durch Bücken; gegen Abend vermindert, 53.
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Reißen, von der Stirn in das linke Auge und die linke Gesichtshälfte ziehend; Tränenfluss des Auges, das rot und glänzend aussieht (30. Potenz, dritter Tag), . [130.]
OHREN
-
Sie meinte, es sei eine Bretterwand vor das linke Ohr gestellt worden (30. Potenz, sechster Tag), 6.
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Reißen hinter dem rechten Ohr (nach eineinhalb Stunden), 53.
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Häufige Stiche tief im linken Ohr (erster Tag), 53.
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Zuckender Schmerz in den Ohren (30. Potenz, vierter Tag), 4.
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Reißen und zuckender Schmerz im rechten Ohr (2. Potenz), 4.
-
Schmerzhafte Verstopfung der Ohren mit Kopfschmerz (30. Potenz, vierter Tag), 4.
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Sausen, Verstopfungsgefühl und Schwerhörigkeit im linken Ohr (30. Potenz, fünfter Tag), 5.*
-
Sausen vor den Ohren mit Benommenheit des Kopfes (30. Potenz, sechster Tag), 6. [170.]
-
Klingeln in den Ohren und Taubheit (1. Potenz, vierter Tag), 4.*
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Helles Klingeln in den Ohren morgens im Bett (30. Potenz, dritter Tag), 4.
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Helles Klingeln in den Ohren, die Sinne verwirrend; sie meint, es sei in der Ferne (30. Potenz, erster Tag), 5.
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Helles Klingeln vor den Ohren, in momentane Taubheit übergehend, mit dumpfem Brausen (1. Potenz, erster Tag), 4.
NASE
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Leicht blutender Pickel nahe dem Nasenseptum (2. Potenz), 4.
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Schorfe in der Nase, beim Ablösen überaus schmerzhaft und Blutung verursachend (30. Potenz, sechster Tag), 4.
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Geschwüre in der Nase, die sich mit gelben Krusten bedecken, 4.
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Schnupfen; Niesen nach Kribbeln in der Nase und in den hinteren Nasenöffnungen (30. Potenz, erster Tag), 4.*
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Viel Niesen (mehrere Tage), 8.*
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Schnupfen mit ständigem Frösteln, kränklichem Aussehen, Tränenfluss, Niesen und so heftigem betäubendem Kopfschmerz, dass sie sich hinlegen musste (30. Potenz, dritter Tag), 5.*
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Unangenehme Verstopfung des oberen Teils der Nase, drei Tage lang, 10.
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Ausfluss aus der Nase, wie weißer Eiter, mit Blutklümpchen, 10.*
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Beim Niesen entleert er eitrigen Schleim aus der Nase, mit kleinen Blutflecken gemischt (2. Potenz, fünfter Tag), 8.
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Ausfluss aus der Nase wie weißer Eiter, mit Klumpen gemischt, 10. [Nach den drei Tagen von S. 180 soll der Eiter wie Gehirnsubstanz ausgesehen haben.]
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8 Uhr morgens mehrere Tropfen Blut aus dem rechten Nasenloch, ohne vorheriges Schnäuzen, Berühren oder Bewegen (vierter Tag), 53.
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Er schnaubt Blut aus dem rechten Nasenloch (30. Potenz, fünfter Tag), 4.
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Er schnaubt Blut und eiterartigen Schleim aus der Nase, 8.
-
Die Nase ist verstopft, 8.
GESICHT
-
Kränkliches Aussehen (1. Potenz), 2.*
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Eingefallenes, bleiches, bläuliches Gesicht (2. Potenz), 4.*
-
Bleifarbenes Gesicht mit Übelkeit (30. Potenz, zweiter Tag), 6.
-
Greisenhaftes Aussehen; die Gesichtshaut ist straffer über die Knochen gezogen, daher sind die Muskeln deutlicher abgezeichnet (2. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Krämpfe der Gesichtsmuskeln, wobei der Mund fast verschlossen ist, 14.
-
Druck auf der linken Stirnseite und Ziehen in der linken Wange (erster Tag), 53.
-
Dumpfe, ziehende, reißende Schmerzen von der rechten Schläfe zum Oberkiefer und zu einem Teil der Zähne (30. Potenz), 4.
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In der linken Wange ein wandernder Schmerz wie Kriechen (nach sechs Stunden), 53.
-
Ziehen in der Haut beider Wangen (sofort), 53. [210.]
-
4 Uhr nachmittags brennendes Stechen auf dem linken Jochbein, dann auf dem rechten (erster Tag), 53.
-
Die Lippen und weichen Teile des Mundes haben ein bläuliches Aussehen (1. Potenz), 5.
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An den Lippenrändern und um das Kinn befinden sich purpurrote Flecken, und das Innere des Mundes ist mit einer weißlich-grauen Kruste bedeckt (Beont.), 52.
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Die Lippen sind trocken und klebrig, ohne Durst (6. Potenz), 4.
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Bohren tief in beiden Seiten des Kinns (dritter Tag), 53.
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Ziehen über dem Kinn unter der Haut (erster Tag), 53.
MUND
-
Abschilferung eines Mahlzahnes im rechten Unterkiefer, was das Kauen behindert und ulzerativen Schmerz sowie ein wackeliges Gefühl verursacht (30. Potenz, dritter Tag), 7.
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Die Zähne werden angegriffen und verderben; während er früher nie an Zahnschmerzen gelitten hatte und vollkommen gesunde Zähne besaß, litt er jetzt ständig an irgendeinem Schmerz in den Zähnen, seit er die Prüfung begonnen hatte; dieser wurde besonders beim Kauen, beim Essen saurer Dinge und beim Einbringen kalter Dinge in den Mund gefühlt; außerdem wurde ein Grummeln und Bohren in den Zähnen wahrgenommen, besonders in denen des Unterkiefers auf der linken Seite, als würden sie kariös werden, 4. [220.]
-
Wüten im kariösen Mahlzahn der linken Seite (30. Potenz), 6.
-
Ziehen durch alle Zähne des Unterkiefers (zweiter Tag), 53.
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9 Uhr abends Ziehen durch die unteren Schneidezähne (erster Tag), 53.
-
Ziehen in den Mahlzähnen, 53.
-
Morgens beim Ausspülen des Mundes verursacht kaltes Wasser plötzlich reißenden Schmerz in den Zähnen (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
-
Die Zähne sind sehr empfindlich gegen kaltes Wasser (30. Potenz, zweiter Tag), 4.*
-
Nach einiger Zeit Druckempfindlichkeit des Zahnfleisches mit Neigung zum Bluten; es war jedoch weder schmerzhaft noch geschwollen, 18.
-
Das Zahnfleisch ist entzündet und hebt sich von den Zähnen in Form weißer Einkerbungen ab, besonders schmerzhaft bei Berührung, 8.
-
Lockeres, leicht blutendes Zahnfleisch, das jedoch weder schmerzhaft noch geschwollen war, 18.*
-
Weiße Zunge (1. Potenz, zweiter Tag), .*
HALS
-
Ansammlung von Schleim in den hinteren Nasenöffnungen, die ihn nötigt zu räuspern, am Vormittag (2. Potenz), 4.*
-
Häufige Ansammlung eines zähen, dicken Schleims im Hals, die zum Räuspern nötigt und leichte Heiserkeit verursacht (1. Potenz, erster Tag), 4.*
-
Dicker, zäher Schleim im Hals nötigt ihn den ganzen Tag fortwährend zum Räuspern (1. Potenz, erster Tag), 4.
-
Ansammlung von Schleim in Mund und Fauces; er muss die ganze Zeit räuspern und ausspucken, am Morgen (1. Potenz), 8.*
-
Brennen im Hals sehr heftig (1 Gran), 56.*
-
Wundheit und Rauheit im Hals, 52.
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Kratzendes Gefühl im Hals, das Räuspern und Husten verursacht (1/2 Gran), 55. [280.]
-
Kratzen im Hals (2. Potenz), 4.*
-
Rauheit im Hals, die kurzes Räuspern veranlasst (6. Potenz), 4.
-
Rauheit und Kratzen im Hals, als wäre er roh und wund (6. Potenz, erster Tag), 4.
-
Rauheit und Trockenheit des Halses mit ulzerativem Schmerz, nachts (2. Potenz), 4.
-
Trockenheit und Einschnürung im Hals mit Atemnot, nachts (30. Potenz, fünfter Tag), 6.
-
Schmerz auf der rechten Halsseite, wie von einem Geschwür, das nach oben und unten zieht und spannt; , (2. Potenz), .*
MAGEN
-
Ungewöhnlicher Appetit (6. Potenz), 4.
-
Am Morgen heftiger, unersättlicher Hunger (zweiter Tag), 53.
-
Am Abend ungewöhnlich heftiger, unersättlicher Hunger (erster Tag), 53.
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Drängendes Verlangen nach scharfem Käse, 5.
-
Unwiderstehliches Verlangen nach Zucker, am Abend, 4.*
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Appetit eher gering (fünfter, sechster und siebter Tag), 53. [310.]
-
Verminderter Appetit (2. Potenz), 4.
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Kein Appetit; viel Aufstoßen (1. Potenz), 2.
-
Kein Appetit; Speisen schmecken ihm wie Stroh (1. Potenz), 2.
-
Schläfrige Überfüllung (2. Potenz), 4.
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Kein Appetit beim Frühstück (1. Potenz), 2.
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Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, 57.
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Geschmackslose Aufstöße (1/2 Gran), 55.
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Heftiges Aufstoßen (1. Potenz), 8.
-
Aufstoßen unmittelbar (30. Potenz), 6.
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Viel Aufstoßen am Morgen (30. Potenz, dritter Tag), 5. [320.]
-
(Die meisten Magenstörungen werden von Aufstoßen begleitet.)
BAUCH
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Bauch geschwollen und aufgetrieben (30.), 52.*
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Er erwacht morgens durch Verschiebung von Blähungen, Rumoren und ein Gefühl im Darm, als müsse er zu Stuhl gehen (1. Potenz, erster Tag), 2.
-
Abgang von Blähungen sofort (2. Potenz), 8.*
-
Abgang von viel Blähungen nach dem Mittagessen (30. Potenz, erster Tag), 4.*
-
Blähungen (30. Potenz, zweiter Tag), 4. [400.]
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Kälte im Bauch, der schmerzhaft gereizt ist (30. Potenz, vierter Tag), 6.
-
Unruhe im Bauch, mehrmals am Tag (1. Potenz), 5.
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Eigentümliches unerquicklich-unangenehmes Gefühl und Leere im Bauch, mit Übelkeit (6. Potenz), 4.
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Fülle, Schwere und Auftreibung des Bauches mit Angst, die das Atmen behindert, nach dem Abendessen (30. Potenz), 4.*
-
Schmerzhafte Spannung und Druck im Bauch, als wäre er wund und ulzeriert (30. Potenz), 4.
-
Lästige Kolik, wie Krampf, nach leichtem Katarrh (30. Potenz), 4.
-
Kolik vor der Diarrhö, 4.
-
Bedrückend ziehender Schmerz im ganzen Bauch bis in die Leiste hinunter, mit Spannung wie bei Aszites (6. Potenz), 4.
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Gefühl, als steige ein Ball vom Bauch in den Hals auf (30. Potenz, dritter Tag), 6.
-
Äußerst unerquicklich-unanagenehmes Ziehen an der ganzen linken Bauchseite im Stehen (1. Potenz, erster Tag), . [410.]
STUHL UND ANUS
-
Stiche im Rektum (dritter Tag), 53.
-
Kriechen und Brennen im Anus (1. Potenz), 8.
-
Viel häufig wiederkehrender Juckreiz des Anus, der ihn zum Reiben veranlasst, bis er wund wird (30. Potenz), 4.
-
Abgang einer Menge Askariden, 30.
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Abgang einer Taenie, 31. [430.]
-
Abgang mehrerer Ellen Bandwurm, 40.
-
Viel Drängen während der Diarrhö, 4.
-
Stuhl reichlich, flüssig, gefolgt von Erbrechen, 66.*
-
Zwei oder drei Stühle täglich, weicher als gewöhnlich, 53.
-
Flüssige Stühle, dunkel gefärbt und recht häufig, 61.
-
Häufige Stühle mit leichten Schmerzen im Unterbauch, 65.
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Täglich zwei oder drei flüssige Stühle mit viel Schleim, 53.
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Drei diarrhöische Stühle in kurzen Zwischenräumen, der erste breiig und reichlich, der nächste spärlich und aus wässrigem Schleim von dunkler Farbe (1. Potenz, erste Nacht), 2.
-
Sechs flüssige, braune Entleerungen von übelriechendem Geruch (erste und zweite Nacht), 2.*
-
*Eine leichte Kolik weckt ihn aus unruhigem Schlummer, und er hatte sechzehn Entleerungen von grünlichem, sehr übelriechendem Schleim, begleitet vom Abgang einer Menge geräuschvoller Blähungen, in einer Nacht (1. Potenz), . [440.]
HARNORGANE
-
Striktur der Harnröhre (vom Ätzen), 45.
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Herausquellen von Schleim aus der Harnröhre (1. Potenz), 8.
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In der Nacht recht reichliche Absonderung von dickem, weißem Schleim; in etwa zehn Stunden Abgang dünneren Schleims; das Wasserlassen ist frei und nicht länger schmerzhaft; zu Mittag ist die Schleimhaut trocken, 67.
-
Der Harnapparat war anfangs stark gereizt, 18. (Von diesem Autor nicht erwähnt. - Hughes)
-
Entzündung und heftige Schmerzen der Harnröhre mit vermehrter Gonorrhö, Priapismus, Dysurie, blutigem Harn und Fieber, 43.
-
Hitze, Juckreiz und Kitzeln am Morgen beim ersten Wasserlassen (2. Potenz, fünfter Tag), 4. [470.]
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Brennen während der Miktion und Gefühl, als wäre der vordere Teil der Harnröhre verengt (2. Potenz), 4.*
-
Brennen beim Wasserlassen und Gefühl in der Harnröhre, als sei sie geschwollen; die letzte Portion des Harns ging nur schwer ab (2. Potenz, zweiter Tag), 4.*
-
Brennen nach der Miktion (2. Potenz), 4.*
-
Leichtes Brennen im ganzen Verlauf der Harnröhre, vermehrte Gonorrhö, Brennen beim Wasserlassen, schmerzhafte Spannung bei Erektionen, Chordee, Blutung aus der Harnröhre, einschießende Schmerzen darin von hinten nach vorn, 44.
-
Die Harnröhre fühlt sich geschwollen, hart und knotig an (2. Potenz, dritter Tag), 4.
-
Die Harnröhre ist schmerzhaft, als sei sie durch Schwellung verschlossen und ulzeriert (2. Potenz), 4.*
-
Ziehen durch das Ende der Harnröhre (nach einer Stunde), 53.
GESCHLECHTSORGANE
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Männlich.
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Schankerähnliche Geschwüre an der Vorhaut; zunächst waren ihre Spitzen mit Eiter bedeckt, später breiteten sich die Geschwüre über eine ziemlich weite Vertiefung aus und zeigten den talgartigen Belag von Schankern (1. Potenz, am neunten Tag), 8.
-
Empfindlichkeit nahe der Harnröhrenmündung, 52.*
-
Schmerzhaft er Koitus; die Harnröhre fühlte sich an, als wäre sie auf Spannung gesetzt; Mangel an Lustgefühl (6. Potenz), 4. [520.]
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Nach fünfundzwanzig bis dreißig Sekunden entsetzliche Schmerzen, fünf Minuten in gleicher Stärke anhaltend, dann allmählich abnehmend und nach einer Stunde erträglich werdend, sich sogar in die Samenstränge und längs ihres Verlaufs erstreckend, 63.
-
Der rechte Hoden ist vergrößert und hart (2. Potenz, dritter Tag), 4.
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Mangel an sexuellem Verlangen, die Genitalorgane sind zusammengeschrumpft (30. Potenz, vierter Tag), 4.*
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Häufige nächtliche Pollutionen, bisweilen von wollüstigen Träumen begleitet, 4.
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Drei reichliche Pollutionen in einer Nacht (1. Potenz), 3.
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Weiblich.
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Blutungen aus der Gebärmutter, 41.
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Blutungen aus der Gebärmutter (vierzehn Tage vor der Menstruation), nur einige Stunden lang (1. Potenz, vierter Tag), 5.
-
Erregt die Kapillaren der Gebärmutter, 46.
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Kongestionen zur Gebärmutter, 41.
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Schmerz beim Koitus und heftige Blutung danach (nach Injektion einer schwachen Lösung gegen reichlichen Fluor albus), . [530.]
ATMUNGSORGANE
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Beim Liegen nach dem Mittagessen nimmt er ein Surren und Pfeifen im Kehlkopf (im Hals und in den Bronchien) wahr, regelmäßig entsprechend dem Puls; das Geräusch schien nicht durch Ansammlung von Schleim, sondern durch die Bewegung des Blutes verursacht zu sein; man hörte es nur, wenn er auf dem linken Ohr lag (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Kügelchen seifenartigen Schleims sammeln sich im Kehlkopf an und verursachen leichte Hustenstöße, durch die sie ausgeworfen werden (6. Potenz), 4.
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Innere Wundheit des Kehlkopfes und der Halsgrube; morgens schlimmer, 52.*
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2 Uhr nachmittags viel Kitzeln im Kehlkopf, ohne Husten (zweiter Tag), 53.
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Kratziges Gefühl im Kehlkopf ruft Räuspern und Husten hervor, 56.
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Reizung und Kitzeln im Kehlkopf, gefolgt von Schleimansammlung im Kehlkopf, die leicht rasselnde und pfeifende Atmung verursacht, bis der Schleim in kleinen Klümpchen ausgeworfen wird (30. Potenz, vierter Tag), 7. [540.]
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Trockenes Kitzeln im Kehlkopf, tagsüber Husten verursachend (1. Potenz), 8.
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3 Uhr nachmittags anhaltendes Kitzeln im Kehlkopf, beim Einatmen eher vermindert, gefolgt von kurzem, trockenem, erschütterndem Husten, der im Sitzen fast ganz aufhört (erster Tag), 53.
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Heiserkeit mit Rauheit im Hals (2. Potenz), 4.
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Nächtliche Heiserkeit mit Anfällen von trockenem Husten, wonach sie blutig tingierten, mit Speichel gemischten Schleim auswirft (30. Potenz, siebter Tag), 6.
-
Plötzlich, nachts, während sie ruhig im Bett liegt, Druckgefühl im Hals und heftiger, kurzer, trockener Husten, ohne Kitzeln im Kehlkopf (zweiter Tag), 53.
-
Nachthusten, verursacht durch Kitzeln im Kehlkopf (2. Potenz), 4.
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Husten, verursacht durch Kitzeln im Hals (2. Potenz), .
BRUST. [560.]
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Ansammlung von Schleim in der Brust (1. Potenz), 8.
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Nächtlicher Schmerz in der Brust (2. Potenz, erster Tag), 8.
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Brennen in der Brust, 18.
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Wärmegefühl zwischen den Schulterblättern und dem Brustbein, das nach einiger Zeit in Druck in der epigastrischen Gegend überging (1/2 Gran), 55.
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Wärme zwischen Schulterblättern und Brustbein, später in leichten Druck in der epigastrischen Gegend übergehend, mit häufigem geschmacklosem Aufstoßen, 56.
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Heftiger Schmerz in der Mitte des oberen Brustteils, als wolle er bersten, nach dem Treppensteigen; sie muss die Brust mit beiden Händen halten, 52.
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Dumpf schmerzender spannungsartiger Schmerz in der Brust, an verschiedenen Stellen, von der Größe eines halben Dollars (2. Potenz), 4.*
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Druckgefühl auf der Brust, ohne Herzklopfen, mit Bedürfnis nach tiefem Einatmen, eine halbe Stunde anhaltend; verschwindet beim Gehen; kehrt nach einer Stunde wieder, auch beim Gehen, hält dann aber nur kurze Zeit an (nach sechseinhalb Stunden), 53.
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Seufzen infolge Beklemmung der Brust (30. Potenz, erster Tag), 4.
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Fülle und Angst in der Brust, mit Neigung zu seufzen (1. Potenz, erster Tag), 4. [570.]
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Schwere in der Brusthöhle mit Verlangen zu seufzen, 11.
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Beklemmung der Brust, begleitet von einem krallenden Gefühl, das sich durch die Brust bewegt (6. Potenz), 4.
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Stiche in der Brust (2. Potenz), 4.
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Stiche in den Brüsten (1. Potenz, fünfter Tag), 5.
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Die Brustwand ist gegen Berührung schmerzhaft (1. Potenz), .
HERZ UND PULS
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Beim Gehen Druckgefühl in der Herzgegend ohne Herzklopfen oder Husten; er musste nicht stehen bleiben, sondern nur tiefer atmen; das Gefühl hielt noch einige Zeit an, nachdem er sich im Zimmer ruhig hielt (nach sieben Stunden), 53.
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Herzaktion unregelmäßig, zuweilen aussetzend, mit unangenehmem Gefühl in der Brust, 55.*
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Herzaktion unregelmäßig, zuweilen aussetzend, mit deutlich unangenehmem Gefühl in der Brust; bei Aufmerksamkeit darauf ist die Unregelmäßigkeit stärker; verschwindet beinahe bei Bewegung im Freien, 56.*
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Beim Gehen mehrmals das Gefühl, als schlüge das Herz ein- oder zweimal stärker, jedoch ohne Behinderung des Gehens und ohne Atembeklemmung, 53.
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Herzklopfen, 58.*
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Herzklopfen und Unruhegefühl im Herzen, mehrmals (erster Tag), 53.
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Empfindliches Herzklopfen, wie ein plötzliches Herabfallen von oben zur Mitte hin; geht ebenso schnell wieder vorbei, mit Schmerz in der Mitte des oberen Brustteils, als wolle er bersten (30), 52. [590.]
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Herzklopfen nachts (1. Potenz), 2.*
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Heftiges Herzklopfen, begleitet von ohnmachtsartiger Übelkeit, wovon sie an einem Nachmittag drei Anfälle hatte (1. Potenz, dritter Tag), 5.*
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Herzpochen, 11.
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Häufiges Herzklopfen bei leichter Erregung und auch durch rasche Bewegung (erster Tag), 53.
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Herzklopfen, verursacht durch jede plötzliche Muskelanstrengung oder emotionale Erregung, 55.*
HALS UND RÜCKEN
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Springende Pulsationen der linken Karotis in regelmäßigen Intervallen, mit bloßem Auge deutlich sichtbar (30. Potenz, dritter Tag), 5. [600.]
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Krallendes Gefühl im rechten vorderen Halsmuskel, einem Krampf ähnlich (6. Potenz), 4.
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Ziehen mit Druck an der Spitze der linken Schulter, wie von einer Last (6. Potenz), 4.
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Heftiger, tief eindringender Druck zwischen den Schultern, besonders am Winkel der rechten Schulter, früh am Morgen beim Erwachen (6. Potenz), 4.
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Spannungsartige, krallende Schmerzen im Rücken, 4.*
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Nächtliche Schmerzen im Rücken, 4.*
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Gewicht im Kreuz, das ihn am Sitzen hindert (1. Potenz, vierter Tag), 5.
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Heftiger Schmerz im Kreuz wie verstaucht, früh am Morgen beim Sitzen; der Schmerz war so heftig, dass er aufstehen musste (1. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Schmerz im Kreuz, erleichtert beim Stehen oder Gehen (1. Potenz, vierter Tag), 5.*
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Paralytische Schwere in der linken Lendengegend, sich in das Hüftgelenk derselben Seite erstreckend (6. Potenz), 4.
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Die Lendengegend fühlt sich steif und wie auf Spannung gesetzt an (6. Potenz), 4. [610.]
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Die Lendengegend fühlt sich geprellt an (1. Potenz), 8.
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Das Kreuz fühlt sich müde an (1. Potenz, vierter Tag), 5.
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Heftiger Schmerz im Kreuz (Mädchen von 8 Jahren), 54.
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Bohren im Kreuz, das sie am Bücken hindert (1. Potenz, vierter Tag), .
EXTREMITÄTEN IM ALLGEMEINEN
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Choreaartige krampfhafte Bewegungen der oberen und unteren Extremitäten, 54.*
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Mattigkeit und Schwere aller Glieder (dritter Tag), 53.
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Lähmung der Extremitäten, 13.
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Gefühl in allen Gliedern, als würden sie einschlafen oder steif werden, 1.
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5.30 Uhr morgens im Bett heftiges Bohren im linken äußeren Knöchel und in der linken Schulter (vierter Tag), 53.
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Nach dem Aufstehen inneres Ziehen in der Mitte des rechten Oberarms, dann im Fleisch des rechten Oberschenkels, unten und innen (vierter Tag), 53. [630.]
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10 Uhr abends beim Sitzen heftiger Druck in dem weichen Teil über der Beuge des rechten Knies, im linken kleinen Finger und auf dem Rücken des linken Fußes (erster Tag), 53.
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Stechender Schmerz im Knochen des rechten dritten Fingers und am Fußrücken (erster Tag), 53.
OBERE EXTREMITÄTEN
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Paralytisch ziehender Schmerz in der ganzen rechten oberen Extremität (2. Potenz), 4.
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Ziehend-drückender Schmerz durch den ganzen rechten Arm, zeitweise heftiger am Handrücken oder im Oberarm (nach eineinhalb Stunden), 53.
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6 Uhr nachmittags beim Gehen heftiger Schmerz in den Muskeln der linken Armseite, gegen den unteren Thorax hin und in die Lendenmuskeln, verstärkt bei jeder Inspiration sowie beim Gehen; dauert fünf Minuten (erster Tag), 53.
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4 Uhr nachmittags heftiges Bohren in der rechten Schulter (erster Tag), 53.
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Drücken im linken Schultergelenk (nach sieben Stunden), 53.
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Heftiger Druck auf der Spitze der linken Schulter, während der Arm ruht, 53.
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Spannung in den rechten Achsellymphknoten (1. Potenz), 8.
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Schmerz in der rechten Axilla, als gezerrt oder zerrissen; beim Heben der Schulter erstreckt sich der Schmerz längs des Arms bis zur Hand, wo ein prickelndes Gefühl empfunden wird (2. Potenz), 4. [640.]
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Inneres Reißen am rechten Ellbogen (zweiter Tag), 53.
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Stechen um das rechte Olecranon, ziemlich heftig und lang anhaltend; durch Bewegung des Ellbogengelenks nicht beeinflusst, jedoch etwas verschlimmert, wenn das Gelenk ruht, 53.
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Paralytisches Ziehen in den Knochen des Unterarms (6. Potenz), 4.
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Nächtlicher Knochenschmerz der Ulna (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Er erwacht nachts wegen eines akuten Schmerzes im linken Handgelenk wie verstaucht, begleitet von Hitze der ganzen Hand und Unruhe in der Hand, die ihn zwingt, die Stellung der Hand ständig zu ändern; morgens sieht man nicht weit vom Gelenk entfernt einen Pickel, dessen Spitze mit Eiter gefüllt ist und in dem stechender Schmerz wie von einem eingestochenen Splitter empfunden wird; die Spitze sitzt auf roter, harter, ziemlich ausgedehnter Basis (1. Potenz, erster Tag), .
UNTERE EXTREMITÄTEN
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Beine durch Muskelkontraktion an den Bauch angezogen, 56.
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Nachts fahren seine unteren Extremitäten, besonders die Knie, hoch; dieses Auffahren weckte ihn (1. Potenz), 8.*
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Er schwankt beim Gehen und fühlt sich zudem im ganzen Körper äußerst unerquicklich und unsicher in den Gliedern (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Taumelnder Gang im Freien (30. Potenz, zweiter Tag), 4. [660.]
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Müdigkeit der Beine (30. Potenz, zweiter Tag), 7.
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Paralytische Schwere und Schwäche der unteren Extremitäten, so dass sie nicht wusste, wohin mit ihnen (1. Potenz, dritter Tag), 5.*
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Mattigkeit und Müdigkeit der unteren Extremitäten, begleitet von Schwindel wie im Rausch (30. Potenz, erster Tag), 4.
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Große Schwäche und Müdigkeit in den unteren Extremitäten den ganzen Nachmittag, wie nach einer langen Fußreise, begleitet von Krankheitsgefühl, Scheu vor Anstrengung, Schläfrigkeit, Frösteln und kränklichem Aussehen (1. Potenz, zweiter Tag), 2.*
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Beim Gehen kompressives Gefühl im ganzen linken Bein (nach sechs Stunden), 53.
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Ziehen durch das ganze rechte Bein beim Sitzen (zweiter Tag), 53.
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Stechend-ziehender Schmerz von der Hüfte bis zum Tarsalgelenk hinab (1. Potenz), 5.
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Paralytische Schwäche der unteren Extremitäten und Abmagerung derselben (2. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Beim Gehen drückender Schmerz unterhalb und vor dem linken Trochanter, der ihn beim Auftreten krümmt; sehr häufig, aber nicht bei jedem Schritt (erster Tag), 53.
ALLGEMEINES
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Kachexie, Abmagerung, Leberaffektion, Wassersucht, 50.
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Große Abmagerung, 58.
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Körpergewicht vermindert, 56.
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Ödem der Beine und Aszites, 58.
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Konvulsionen und Zuckungen, 66.
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Kräftige Erregung der Muskeln und Nerven und Mit-Erregung der Magennerven, 33.
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Ihre Nerven sind so sehr angegriffen, dass sie fürchtet, die Sinne zu verlieren; begleitet von ständigem Frösteln (30. Potenz, dritter Tag), 5. [710.]
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Nächtliche Nervosität (1. Potenz), 8.
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Nächtliche Nervosität mit Hitze und Fülle im Kopf (30. Potenz, vierter Tag), 6.
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Konvulsionen, 33.
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Krampfhafte Zusammenziehung dieses oder jenes Muskelanteils, 13.
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Vorgefühl des herannahenden epileptischen Anfalls, 1.
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Schwäche, 58.
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Eigentümliche Schwäche, 27.
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Sie fühlt sich so geschwächt, dass sie kaum durch das Zimmer gehen kann, und klagt viel über Steifigkeit der Waden (1. Potenz, dritter Tag), 5.*
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Am Nachmittag fühlte er sich so schwach, dass er sich hinlegen musste, begleitet von einer Zunahme der Wärme im ganzen Körper und Hitze in den Handflächen (2. Potenz), 4.
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Morgens nach dem Aufstehen fühlt er sich sehr geschwächt, zitterig, gereizt und ängstlich (6. Potenz), . [720.]
ARGENTUM NITRICUM. HAUT
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Eigentümliche Verfärbung der Haut (Argyrie), von blaugrauen, violetten oder bronzefarbenen Tönungen bis zum wirklichen Schwarz (nach großen und wiederholten Dosen), (zahlreiche Autoren).
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Haut braun, gespannt und hart, 58.
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Leichte braune Flecken auf dem oberen Brustteil und an den Händen, 58.
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Bräunliche Farbe der Haut der unteren Extremitäten, 58.
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Wiederholtes Ziehen in der Haut der linken Stirn und der linken Wange, als läge dort ein Spinngewebe (sofort), 53.
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Tumorartige, juckende Erhebungen auf der Kopfhaut usw. (2. Potenz, dritter Tag), 4. [750.]
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Schorfe in der Nase (30. Potenz, sechster Tag), 4.
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Pickel nahe dem Septum der Nase (2. Potenz), 4.
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Geschwüre in der Nase usw., 4.
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Im linken Mundwinkel ein schmerzhafter, entzündeter Pickel, der am folgenden Tag eine pockenförmige Pustel bildet, welche nach einigen Tagen der Blüte in einen harten, einige Tage anhaltenden Pickel übergeht (2. Potenz), 4.
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Pustel auf der Haut der Oberlippe, ausgehend von einem schmerzhaften, roten, glänzenden Pickel (2. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Harte Pickel am Lippenrot der Oberlippe, blasser als die Lippe und berührungsempfindlich wund (30. Potenz, dritter Tag), 7.
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Pickel am Kinn und an der Wange, die sich rasch mit Eiter füllen (6. Potenz), 4.
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Am Rand des Nackens usw. unregelmäßig geformte Flecken usw. (1. Potenz, sechster Tag), 4.
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Juckende Pickel auf dem Rücken; der Juckreiz ist besonders am Abend fühlbar und nötigt zum Kratzen (1. Potenz, fünfter Tag), .
SCHLAF UND TRÄUME
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Gähnen und Frösteln (6. Potenz), 4.*
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Viel Gähnen und Schläfrigkeit (um 5 Uhr abends), (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
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Langes und tiefes Gähnen (um 10 Uhr vormittags und am Nachmittag) (6. Potenz), 4.*
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Häufige Neigung, im Sitzen einzuschlafen (dritter Tag), 53.
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Schläfrigkeit beim Sitzen; er musste sich anstrengen, um nicht einzuschlafen (30. Potenz, erster Tag), 4.
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Sie neigt am Abend im Sitzen zum Einschlafen (1. Potenz, dritter Tag), 5.
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Soporöser Zustand, 13.
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Anfall von Sopor am Abend (30. Potenz, dritter Tag), 4. [780.]
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Sopor mit Herumwerfen in der Nacht; kein Schlaf (1. Potenz), 2.
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Schlaflosigkeit mit Herumwerfen im Bett (1. Potenz), 8.
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Schlaf sehr unruhig; sie warf sich im Bett herum und sprach laut (2. Potenz), 8.
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Nächte unruhig; am Morgen fühlen sich alle Glieder wie zerschlagen an, und die Seiten schmerzen, 52.
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Hatte eine unruhige Nacht; war die meiste Zeit wach oder schlummerte nur und hatte Träume (30. Potenz, dritter Tag), 7.
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Unruhige Nacht; Herumwerfen, schwere Träume (30. Potenz, erster Tag), 7.
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Unruhige Nacht; er erwachte fast jede Stunde und hatte einen unerquicklich-unerquicklichen Schlummer, durch Träume gestört (30. Potenz, zweiter Tag), 4.
FIEBER
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Vier Tage lang jeden Abend um 6 Uhr Fieberanfall, 54.
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Fieberhaftes Krankheitsgefühl den ganzen Nachmittag; ständige Schwäche und Erschöpfung (2. Potenz), 4.
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Fieberhafter Zustand; während des ganzen Vormittags litt sie an Kopfschmerz und Frösteln, aß mittags wenig und ohne Appetit; klagte sehr über Übelkeit; am Nachmittag gegen 4 Uhr wurde sie von heftigem Tumult und Pochen im Kopf ergriffen, mit Hitze des Kopfes, kriechenden Schaudern, trockener heißer Haut, begleitet von Übelkeit und Brechneigung sowie starkem Verlangen nach etwas Salzigem; sie fühlte sich zugleich so geschwächt, dass sie nicht mehr außerhalb des Bettes bleiben konnte; nachdem das Verlangen nach etwas Scharfem und Saurem zugenommen hatte, nahm sie abends um 7 Uhr etwas Topfkäse, den sie gierig verschlang; danach besserten sich die Symptome, das fieberhafte Gefühl hielt jedoch die ganze Nacht an (30. Potenz, sechster Tag), 5.
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Schaudern über den ganzen Körper, in einen fieberhaften Frost übergehend, mit Gänsehaut und Kälte, während der Kopf heiß und die Hände kalt sind, mit Übelkeit, den ganzen Vormittag, an anderen Tagen zur gleichen Zeit wiederkehrend (30. Potenz, zweite Tage), 8.
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Allgemeiner Frost, kurz darauf von allgemeiner Hitze gefolgt; ersterer hält länger an und kehrt beim Aufdecken rasch zurück, selbst während der Hitze; letztere mit wahrnehmbarer Pulsation der Temporalarterie; beide Stadien ohne Durst, 54.
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Fieber nach einer Mahlzeit; er fühlt sich fröstelnd, geht zu Bett, fühlt sich äußerst nervös und schwach; der Kopf fühlt sich stumpf an (2. Potenz), 4.
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Allseitige Kälte im warmen Zimmer am Abend (1. Potenz), 2. [810.]
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Frösteln und Kopfschmerz am Vormittag (30. Potenz), 8.
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Frösteln und Übelkeit nach dem Aufstehen (30. Potenz, siebter Tag), 6.
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Ständiges Frösteln, zieht den Rücken hinauf und über beide Schultern, schlimmer nach dem Essen und wenn er aus dem Freien hereinkommt, 52.
BEDINGUNGEN
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Verschlimmerung.
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( Morgens ), Schwindel; dumpf schmerzender Schmerz tief im Auge; Schleim füllt die Augen; Klingeln in den Ohren; Zunge trocken; lehmiger Geschmack; Hunger übermäßig; Aufstoßen; Hitze und Juckreiz beim Wasserlassen; Harndrang; innere Wundheit des Kehlkopfes; Schweiß.
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( Um 6 Uhr morgens ), Stechen im linken Augapfel; plötzlicher Stuhl; Reißen im Kopf und in den Fingern.
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( Um 8 Uhr morgens ), Heftiges Bohren in Kopfseite und Handgelenk.
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( Morgens nach dem Aufstehen ), Sehr geschwächt.
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( Morgens beim Erwachen ), Benommenheit des Kopfes; Kopfschmerz und verwirrter Druck zwischen den Schultern.
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( Morgens beim Gehen ), Brennen und Trockenheit der Augen.
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( Vormittags ), Häufigeres Wasserlassen.
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( Mittags ), Heftiges Bohren in der linken Schläfe; erstickender Husten.
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( Nachmittags ), Heftiges Bohren in der rechten Kopfseite; Stiche und Bohren in der Stirnbeule; Herzklopfen; große Schwäche und Müdigkeit in den unteren Extremitäten; Schwäche.
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( Um 6 Uhr nachmittags ), Tägliches Fieber.
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( Abends ), Schmerz in der rechten Kopfseite; Stirnkopfschmerz; Zunge trocken; übermäßiger Hunger; Verlangen nach Zucker; Stiche in der Milz; diarrhöische Stühle; weniger Harn; Husten trocken, ermüdend; juckende Pickel.
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( Um 10 Uhr abends ), Stechen im rechten Augapfel.
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( ), Geruch von Eiter; Halsschmerz weckt ihn; ; ; Husten; ; Heiserkeit; Schmerz in der Brust; Herzklopfen; Rückenschmerz; akuter Schmerz im linken Handgelenk; Krämpfe in den Waden; ; Juckreiz der Haut, des Nackenrandes und der Kopfhaut; Schweiß.
SUPPLEMENT: ARGENTUM NITRICUM.
Das Folgende, dem Original entnommen, wird anstelle des bruchstückhaften Hinweises in Band I für einfügungswürdig gehalten.
Das silber, Arzn. Betrachet. Dr. Krahmer, Halle, 1845, S. 84. Zitierte Versuche von Schachert, Diss. de usu Argenti nitrici intermo, Regimont, 1837.
Er nahm 1/8 Gran Silbernitrat in destilliertem Wasser und wiederholte die Dosis häufig; leichtes Brennen im Magen. Danach nahm er 1/4 Gran, dann 1/2 Gran täglich. Das Brennen im Magen wurde sehr heftig. Die Zunge zeigte an verschiedenen Stellen eine dunkelbläuliche Farbe, und im Magen bestand ein Gefühl vermehrter Wärme sowie etwas Übelkeit; diese Symptome verschwanden nach Nahrungsaufnahme. Stuhl und Puls wurden nicht beeinflusst. Einige Zeit später steigerte Schachert die Dosen auf 1 Gran, das er eineinhalb Stunden nach dem Mittagessen nahm. Das Brennen im Hals war sehr heftig. Die Zunge zeigte mehrere Tage lang eine schmutzig-braune Farbe. Die Wärme im Magen steigerte sich bis zu Übelkeit und Würgen ohne tatsächliches Erbrechen und machte nach einigen Stunden einem anhaltenden, periodisch sich verschlimmernden Kompressionsgefühl im Magen Platz. Gegen Abend setzte Diarrhö ein und hielt den folgenden Tag an, unter Erleichterung des Drucks im Magen. Die Entleerungen schienen dünn, ihre Farbe war jedoch normal. Hinzu kam bisweilen ein lästiger dumpfer Kopfschmerz, besonders in der Stirn sitzend und mit einer gewissen Prostration und Unruhe verbunden. Veränderungen der Atmung, des Pulses und der Harnabsonderung waren nicht ausgeprägt. Am dritten Tag waren alle Symptome der Arzneiwirkung verschwunden. Acht Tage danach nahm Schachert morgens nüchtern 1 1/2 Gran. Er verspürte Übelkeit und Brechversuche. Er fühlte sich den Tag über unwohl und litt an dumpfem Kopfschmerz.
Krahmers Versuche an sich selbst, S. 119.
- Als ich meinen Versuch begann, war ich vollkommen gesund und kräftig, danach aber wurde ich krank, und mein Magen litt noch viele Tage, nachdem ich die Anwendung des Silbers eingestellt hatte; ich hatte häufig Sodbrennen, an dem ich früher nie gelitten hatte, obwohl diese Symptome allmählich verschwanden. An ihre Stelle trat jedoch bald ein beinahe ununterbrochener neuralgischer Schmerz in der linken Infraorbitalgegend, der für einige Augenblicke auf das Entsetzlichste heftig wurde und mit Unterbrechungen den ganzen folgenden Winter anhielt. Gleichzeitig wurde die Herzaktion unregelmäßig, und die Schläge setzten zeitweise aus, wobei ich ein deutlich unangenehmes Gefühl in der Brust hatte. Hinzu kam ein beständiges Ohnmachtsgefühl in der Präkordialgegend. Ich stellte fest, dass beim Lenken der Aufmerksamkeit auf die Herzaktion deren Unregelmäßigkeit stärker hervortrat, während bei freier Bewegung das Gefühl zeitweise ganz verschwand. Auf meine Gemütsverfassung hatten diese Symptome keinen Einfluss. Die Angstanfälle am Herzen waren damit nicht verbunden. Die körperliche Bewegung war nicht unterbrochen; nur plötzliche heftige Muskelanstrengung, wie zum Beispiel Springen oder rasches Hinauflaufen von Treppen, oder emotionale Erregung verursachten heftiges Herzklopfen; die unangenehmen Empfindungen waren am wenigsten ausgeprägt in horizontaler Lage und am Abend im Bett. Der Schlaf wurde durch das Herzklopfen nur selten gestört. Gegen Ende des Winters nahmen die Anfälle an Intensität ab. Körperliche Zeichen einer Abnormität am Herzen fehlten ganz, wie mir ein hervorragender ärztlicher Freund versicherte. Im folgenden Sommer waren alle krankhaften Symptome völlig verschwunden. Dass diese Veränderungen meines Zustandes wirklich die Folgen des Silbers waren, daran habe ich keinen Zweifel; eine andere Erklärung gibt es nicht, und ich mache diese Mitteilung in der Hoffnung, dass meine Kollegen, die Gelegenheit zu ähnlichen Beobachtungen haben, diese verifizieren mögen.
Bei der Beobachtung der Wirkung des Silbers habe ich mich bemüht, soweit als möglich nicht nur auf alle subjektiven, sondern auch auf alle objektiven Symptome zu achten; Veränderungen von Puls, Temperatur und Beschaffenheit des Harns wurden besonders beobachtet. Es fehlte mir an dem geeigneten Apparat, um die durch die Atmung ausgeschiedene Menge an Kohlensäure zu bestimmen.
Mein Durchschnittspuls am Morgen nach dem Aufstehen war 66; zu Mittag, kurz nach der Rückkehr von meinen Besuchen, 72; und am Abend gewöhnlich 68. Eine strenge Milchkost von mehr als zwei Wochen hatte keinen Einfluss auf die Beschaffenheit des Pulses. Meine Temperatur beträgt 29,6° bis 30°R. Ich untersuchte den Harn und führte Buch über die Gesamtmenge, das spezifische Gewicht, die Wassermenge, die Quantität der Harnsäure, des Harnstoffs und der veraschten Salze.
Um korrekte Daten zu erhalten, untersuchte ich den Harn vom 6. bis 19. Oktober. Ich stehe um 6 Uhr morgens auf, frühstücke zwei Tassen Kaffee, bin bis 9 Uhr mit Lesen oder Schreiben beschäftigt, besuche bis 1 Uhr Patienten und nehme dann das Mittagessen ein; arbeite bis 5 Uhr in meinem Büro, mache Abendbesuche, esse um 8 Uhr zu Abend und gehe gegen 11 Uhr zu Bett. Zu Mittag und am Abend trinke ich gewöhnlich ein Glas Bier oder Wein. Vom 19. Oktober bis 6. November hielt ich eine sehr strenge regelmäßige Diät; nahm täglich 2293,7 Gramm frische Milch und 418 Gramm Weißbrot zu mir.
Am 26. Oktober nahm ich viermal 0,1 Gran Kristalle; am 27. ebenso; am 28. 0,2 Gran; am 29. ebenso; am 30. viermal 0,3 Gran; am 31. viermal 0,4 Gran; am 1. November viermal 0,5 Gran; am 2. viermal 0,6 Gran; am 3. viermal 0,8 Gran; am 4. viermal 1 Gran; am 5. viermal 6/5 Gran.
Eine Folge der strengen Diät war, dass die sonst regelmäßigen Stühle beeinflusst wurden, so dass am 21. Oktober einer nur nach heftigem und schmerzhaftem Drängen entleert wurde und am 23. kein willkürlicher Stuhl erfolgte. Nach mehrstündigem Bemühen, harte Fäzes zu entleeren, nahm ich 1 Unze Rizinusöl. Am Abend erfolgte harter, schmerzhafter Stuhl und am nächsten Morgen breiiger Stuhl. Am 25. nahm ich das Öl erneut, und in der Nacht vom 25. auf den 26. zusätzlich noch 1/2 Unze des Öls. Am 28. nahm ich wiederum Öl, ebenso am 29., und vom 29. bis 2. November täglich einen Teelöffel Rizinusöl, so dass die Stühle ohne große Schwierigkeit weitergingen. Nach dem 3. November brauchte ich das Öl nicht mehr, weil die große Menge Silbernitrat die Fäzes weich hielt. Am 2. November begann mein Magen zu leiden. Mittags nach Milch und Brot verspürte ich drückendes Füllegefühl in der epigastrischen Gegend. Am 3. November war besonders gegen Abend der ganze Bauch sehr gespannt. Am 4. November hatte ich heftigen Kopfschmerz und konnte mich kaum zwingen, die nötige Nahrung zu mir zu nehmen. Die Nacht war unruhig; ich konnte nach 4 Uhr nicht im Bett bleiben. Am 5. November hatte ich noch größeren Widerwillen gegen Nahrung, obwohl der Geschmack natürlich und die Zunge nicht belegt war. Den ganzen Tag hatte ich heftigen Kopfschmerz. Die folgende Nacht war sehr unruhig. Ich stand um 3 Uhr auf und nahm bis Mittag nichts als ein Glas Milch. Der Kopfschmerz war sehr heftig. Am Nachmittag, nachdem ich die letzte Harnportion zur Untersuchung abgegeben hatte, trank ich zwei Tassen starken schwarzen Kaffee, worauf ich mich deutlich erleichtert fühlte. Das Abendessen schmeckte, doch konnte ich am nächsten Tag wegen Sodbrennens nur sehr wenig Nahrung zu mir nehmen. Die Wirkung des Silbers schien ein Sättigungsgefühl zu verursachen, und mein Magen schien weniger Nahrung zu benötigen als im gesunden Zustand. Am Morgen nahm ich 1/4 Gran in Pillenform mit trockenem Weißzucker auf die Zunge. Ich verspürte sofort einen sehr bitteren Geschmack, gefolgt von Wärme an der Zungenspitze, dann im Rachen; danach schienen diese beiden Symptome miteinander abzuwechseln. Ich trank etwas destilliertes Wasser; darauf folgten leichte Aufstöße und ein Gefühl von Katarrh in den Fauces und im Kehlkopf. Zu Mittag, vor dem Essen, löste ich meine Dosis in einer Drachme destillierten Wassers. Ich verspürte süßlichen Geschmack und Wärmegefühl im Mund. Drei Stunden nach dem Mittagessen nahm ich 1/2 Gran in destilliertem Wasser. Die Empfindungen waren dieselben wie zuvor, vielleicht aber heftiger. Das kratzende Gefühl im Rachen provozierte Räuspern und Husten. Nach einer Viertelstunde hatte ich ein Wärmegefühl zwischen Schulterblättern und Brustbein, das allmählich zu einem Kneifen und leichten Druck in der epigastrischen Gegend wurde. Darauf folgten geschmacklose Aufstöße. Am nächsten Morgen nahm ich 1 Gran in Wasser und hatte nur einen sehr bitteren Geschmack. Nach zehn Minuten bestand nur sehr vorübergehende Übelkeit.
Das Verhältnis des Harnstoffs zu den festen Bestandteilen ist bei mir etwas geringer als der von Simon in seinem Handbook angegebene Durchschnitt. Ich hatte durchschnittlich 26,3 Prozent Harnstoff, vielleicht abhängig von der Eigentümlichkeit meiner gewöhnlich vegetabilischen Diät. Unter der Milchkost stieg dieser Prozentsatz auf 37,6, und die Menge der Harnsäure wurde sehr klein; sie betrug unter meiner gewöhnlichen Kost 0,6, war jetzt aber auf 0,045 reduziert; die Menge der festen Bestandteile wurde durch das Silber nicht wesentlich verändert, ebenso wenig die Menge des Harnstoffs merklich; der Durchschnitt betrug 33,5 Prozent; die täglich ausgeschiedene Gesamtmenge betrug 1,5 Gramm. Die Harnsäure verschwand unter dem Einfluss des Silbers vollständig aus dem Harn. Die Menge der veraschten Salze blieb während der Milchkost sehr konstant. Nach mehreren Tagen Anwendung des Silbers stieg sie leicht an. Am Abend des 6. November wurden 0,127 Gramm reine Kieselsäure gefunden; soweit ich weiß, hat keine Harnanalyse eine ähnliche Menge Kieselsäure gezeigt. Im Kreislauf oder in der Temperatur wurden keine Veränderungen bemerkt. Silber wurde im Harn nicht gefunden.