Hypericum Perforatum
Johanniskraut (Hypericaceae)
By H.C. Allen — Leitsymptome wichtiger Mittel der homöopathischen Materia Medica
Mechanische Verletzungen des Rückenmarks; üble Folgen von Rückenmarkserschütterung; Schmerzen nach einem Sturz auf das Steißbein. Stich-, Schnitt- oder Risswunden; wund, schmerzhaft (Led. - Quetschwunden, Arn., Ham.), besonders wenn sie von langer Dauer sind. Verletzungen: durch Treten auf Nägel, Nadeln, Stecknadeln, Splitter (Led.); durch Rattenbisse; verhütet Wundstarrkrampf. Bewahrt die Unversehrtheit zerrissener und zerfetzter Glieder, wenn sie fast vollständig vom Körper getrennt sind (Calend.). Verletzungen von an empfindenden Nerven reichen Teilen - Fingern, Zehen, Nagelmatrizen, Handflächen oder Fußsohlen -, bei denen die unerträglichen Schmerzen zeigen, dass die Nerven schwer mitbeteiligt sind; Verletzungen von Geweben des animalischen Lebens, wie Händen und Füßen. Nervöse Niedergeschlagenheit nach Wunden oder chirurgischen Operationen; beseitigt die üblen Folgen von Schock, von Schreck, von Mesmerismus. Mildert Ulzeration und brandige Gewebsabstoßung stets und bringt sie bisweilen zum Stillstand (Calend.). Gequetschte, zermalmte Fingerspitzen. Tetanus nach traumatischen Verletzungen (vergleiche Phys.). Schwindel: Empfindung, als würde der Kopf plötzlich verlängert; nachts, mit Harndrang. Kopfschmerz: nach einem Sturz auf das Hinterhaupt, mit der Empfindung, als würde sie hoch in die Luft gehoben; große Angst, sie könne aus dieser Höhe herabfallen. Wirbelsäule: nach einem Sturz; die geringste Bewegung der Arme oder des Nackens erzwingt Schreie; die Wirbelsäule ist gegen Berührung sehr empfindlich. Ballen und Hühneraugen, wenn der Schmerz unerträglich ist und damit Nervenbeteiligung anzeigt. Krämpfe; nach Schlägen auf den Kopf oder nach Gehirnerschütterung.
Beziehungen. - Vergleiche: Arn., Calen., Ruta, Staph. Bei Wunden, bei denen früher Acon. und Arn. abwechselnd gegeben wurden, heilt Hypericum.