Calendula
Ringelblume (Compositae)
By H.C. Allen — Leitsymptome wichtiger Mittel der homöopathischen Materia Medica
Traumatische Affektionen: um Vereinigung per primam intentionem zu sichern und Eiterung zu verhüten. In allen Fällen von Verlust weicher Teile, wenn eine Vereinigung mittels Heftpflaster nicht erzielt werden kann. Äußere Wunden mit oder ohne Substanzverlust; zerrissene und zerfetzt aussehende Wunden; nach chirurgischen Operationen; zur Förderung gesunder Granulation und zur Verhütung übermäßiger Eiterung und entstellender Narben. Traumatisches und idiopathisches Neurom (Cepa); Neuritis nach Risswunden (Hyper.); erschöpft durch Blutverlust und übermäßige Schmerzen. Ruptur von Muskeln oder Sehnen; Zerreißungen während der Wehen; Wunden, die in Gelenke eindringen, mit Verlust von Synovialflüssigkeit. Wunden: mit plötzlichem Schmerz während fieberhafter Hitze; konstitutionelle Neigung zu Erysipel (Psor.); alt, vernachlässigt, übelriechend; mit drohender Gangrän (Sal. ac.). Geschwüre: reizbar, entzündet, mit Gewebszerfall, varikös; schmerzhaft wie zerschlagen (Arn.); übermäßige Eiterabsonderung. Calendula ist nahezu spezifisch für saubere chirurgische Schnitte oder Risswunden, um übermäßige Eiterung zu verhüten.
Beziehungen. - Ergänzend: Hep., Sal. ac. Ähnlich: Hyper. bei Verletzungen an Teilen, die reich an sensiblen Nerven sind, bei denen der Schmerz übermäßig und der Verletzung ganz unverhältnismäßig ist. Ähnlich: Arn. bei Traumatismen ohne Zerreißung weicher Gewebe. Symp., Calc. p. bei Nichtvereinigung von Knochen. Rhus, Ruta bei Zerrungen oder Verletzungen einzelner Muskeln. Sal. ac. verhütet übermäßige Eiterung; Gangrän. Sulph. ac. bei schmerzhaften, gangränösen Wunden; soll septische Keime zerstören. Wirkt in Potenz ebenso gut wie in Tinktur, lokal angewendet, und kann gleichzeitig innerlich verabreicht werden.